Klimaschutz und CO2-Neutralität

Das Klima wandelt sich, angetrieben durch den CO2-Ausstoss. Diesen zu minimieren, hat sich Lidl Schweiz zum Ziel gesetzt. Seit 2016 arbeiten wir CO2-neutral.

CO2-Reduktion

Lidl Schweiz verfolgt das Ziel, bis 2020 seinen CO2-Austoss gegenüber 2013 um 35 % zu reduzieren. Dazu wurde ein CO2-Management eingeführt, welches unter anderem jährlich den betrieblichen CO2-Fussabdruck erfasst, Massnahmen zur Reduktion ableitet und den Ausstoss kompensiert. Dadurch konnten wir unseren Fussabdruck jedes Jahr trotz Wachstum auch absolut reduzieren.

Aufbau des CO2-Managements

Das betriebliche CO2-Management von Lidl Schweiz basiert auf dem auf Effizienz und Einfachheit ausgelegten Smart Discounter-Geschäftsmodell und umfasst 4 Säulen:

  • Monitoring durch jährliche Erhebung des umfassenden CO2-Fussabdrucks 
  • Ambitioniertes CO2-Reduktionsziel
  • Reduktionsmassnahmenkatalog
  • Verpflichtende jährliche CO2-Kompensation

Emissionen pro m2 Filialfläche

Reduktionsmassnahmen

Diverse Massnahmen haben dazu beigetragen, dass Lidl Schweiz jährlich seinen CO2-Austoss auch absolut reduzieren konnte:

  • Strom aus Wasserkraft
  • Energieeffiziente Massnahmen
  • Umstellung auf Elektrowärmepumpen
  • Reduktion der Logistikkilometer durch neues Warenverteilzentrum

Absolute CO2-­Emissionen
1 Scope 1; 2 Scope 2; 3 Scope 3.

CO2-Fussabdruck

Lidl Schweiz analysiert jährlich seinen CO2-Fussabdruck. Dabei wird bewusst auf eine möglichst umfassende Auswertung Wert gelegt. Es werden nicht nur die üblichen Scope 1 und 2 Werte nach dem Greenhouse Gas Protocol sowie die Fremdlogistik (Scope 3) berücksichtigt, sondern auch Papier, Druck und Versand, Betriebsabfälle, Wasser sowie Verbrauchs-/Betriebsmaterialien wie Paletten und Kartonagen miteinbezogen. Lidl Schweiz arbeitet daher mit einem der umfassendsten, unabhängig geprüften betrieblichen CO2-Fussabdrücke der Branche.

CO2-Neutralität

Als erster Grossdetailhändler der Schweiz kompensiert Lidl Schweiz seinen gesamten betrieblichen CO2-Fussabdruck. Dabei wurden Kompensationsprojekte ausgesucht, die zu Lidl Schweiz und dem CO2-Fussabdruck passen. Zudem wurde nur auf die qualitativ hochstehendsten Zertifikate zurückgegriffen.

Auswahlkriterien der Kompensationsprojekte

Gemeinsam mit unseren Partnern Swiss Climate und South Pole Carbon wurde ein Kompensationsportfolio zusammengestellt, welches folgenden Anspruchskriterien entspricht:

  • Hat einen Bezug zu den CO2-verursachenden Aktivitäten
  • Schafft wirtschaftlichen Mehrwert für die jeweilige Community
  • Kompensiert einen Teil in der Schweiz, da der betriebliche CO2-Ausstoss mehrheitlich in der Schweiz stattfindet. (Mit über 60‘000 CHF ist das Schweizer Kompensationsprojekt preislich gar das grösste.)

Die Kompensationsprojekte

Insgesamt wurden vier Projekte ausgesucht, die den Anforderungen entsprachen. Je eines aus der Schweiz, Brasilien, Indien und Simbabwe.

  • Das Projekt in der Schweiz unterstützt Bauern beim Aufbau von Biogasanlagen.
    Methangas von Mist und Gülle wird dabei in einem Blockheizkraftwerk in Strom und Wärme umgewandelt. Der Strom wird ins Stromnetz eingespeist, und die Wärme zum Heizen verwendet. Damit wird der Methangasausstoss, welcher ein vielfaches klimawirksamer als CO2 ist, reduziert. Gleichzeitig reduzieren die Bauern ihre Energiekosten, leisten einen Beitrag zur dezentralen Energieversorgung, und ersetzen fossile Energieträger wie Erdöl und Erdgas zur Wärmeerzeugung.
  • In Brasilien unterstützen wir Firmen bei der Umstellung der Energieherstellung auf Biomasse. Dabei ersetzt Biomasse Holz aus Regenwäldern als Energieträger. Damit wird die Abholzung wertvoller Regenwälder reduziert und die Biodiversität in den Wäldern gefördert. Für lokale Anbieter von Biomasse entstand zudem ein neuer Markt mit grösserer Nachfrage.
  • Förderung energieeffizienter Kocher unterstützt Familien in Indien und reduziert den Brennholzbedarf. Die Kocher ersetzten dabei das offene Feuer,  welches in Indien häufig von der ländlichen Bevölkerung zum Kochen benutzt wird. Die Kocher reduzieren Russ und den CO2-Ausstoss, die zum Klimawandel beitragen. Des Weiteren wird die Abholzung von grossen Waldflächen verhindert, und die Familien sind weniger auf teures Brennholz angewiesen. Ausserdem leidet die Bevölkerung weniger an Atemwegserkrankungen, welche durch Russ und Rauch ausgelöst werden.
  • In Simbabwe unterstützten wir ein Projekt zum Waldschutz. Dabei wird vor allem Wert auf die Einbindung der lokalen Bevölkerung gelegt. Diese schlägt Projekte zum Waldschutz vor, welche Aufforstung, Biodiversität und den Wildschutz fördern. Die Bevölkerung wird dabei beim Übergang zu einer nachhaltigen Land- und Bodenbewirtschaftung unterstützt. Das Projekt hilft die Wilderei einzudämmen und bedrohte Tierarten zu schützen, ermöglicht eine schonende und nachhaltige Ernährungsproduktion für die Lokalbevölkerung und reduziert die Gefahr von Waldbränden.